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Die besten Möglichkeiten, um Auftragnehmer aus dem Ausland zu bezahlen

Wenn du ein Unternehmen hast, gab es vielleicht schon einmal die Situation, in der du Auftragnehmer aus dem Ausland bezahlen musstest. Entweder, weil du sie dir als Freelancer bei deinem Projekt geholfen haben, du Ware aus dem Ausland bestellt oder einfach nur internationale Software benutzt hast.

Es gibt viele Möglichkeiten, um ihnen in diesem Fall das Geld zukommen zu lassen, doch nicht alle sind gleich gut. In diesem Artikel stellen wir deshalb die besten Möglichkeiten vor, um ausländische Auftragnehmer zu bezahlen, denn mit manchen lassen sich viele unnötige Gebühren sparen.

Hier ist ein Ratgeber, in dem du die 4 besten Möglichkeiten zur Bezahlung von Unternehmen und Freelancern außerhalb Deutschlands kennenlernst:

  1. Dein Bankkonto
  2. Ein Multiwährungskonto
  3. PayPal
  4. Schecks oder Postanweisungen

Die wichtigsten Punkte

Eine Übersicht über die wichtigsten Informationen in diesem Artikel:

  • Zahlungen in verschiedenen Währungen tätigen: Ein Multiwährungskonto ist möglicherweise eine gute Wahl, wenn du Freelancer in verschiedenen Währungen bezahlst oder ein global tätiges Unternehmen führst.
  • Bewährte Methode zur Bezahlung von internationalen Auftragnehmern: Auslandsüberweisungen sind möglicherweise die zugänglichste Methode für internationale Zahlungen, doch sie sind meistens komplex und manchmal teuer. Dazu gleich mehr.
  • Beliebte Methode für Onlinezahlungen: PayPal ist sehr beliebt bei Freelancern weltweit, aber es ist kostspielig und viele der damit verbundenen Kosten sind nicht immer von Vorneherein klar.
  • Eine flexible Zahlungsart zum Geld abheben: Schecks und Postanweisung sind ziemlich veraltet, doch manch einer bevorzugt diese Variante wegen der Flexibilität, wo das Geld abgeholt werden kann.

Zahlungen ins Ausland via dem Bankkonto

Möchtest du eine Zahlung ins Ausland aufgeben, so läuft das auf unterschiedliche Art und Weise ab, je nachdem, ob du ins SEPA-Ausland Geld überweisen möchtest oder außerhalb davon. Eine Überweisung ins SEPA-Ausland (größtenteils Länder im Europäischen Wirtschaftsraum) funktioniert wie eine normale innerdeutsche Überweisung mit IBAN.

Möchtest du hingegen Geld außerhalb des Europäischen Wirtschafts- und SEPA-Raums verschicken, so musst du eine Auslandsüberweisung aufgeben. Dabei wird dein Geld in EUR abgebucht, zu einem Wechselkurs (der oft einen Aufschlag enthält) umgetauscht und anschließend überwiesen.Manchmal geht das Geld direkt zur Empfängerbank, andere Male gibt es jedoch auch Intermediäre, die zusätzliche Gebühren verlangen. Zudem ist die Nutzung des SWIFT-Netzwerkes, einem internationalen Netzwerk zur Datenübermittlung, ebenfalls mit Kosten verbunden.

Gebühren setzen sich meist zusammen aus:

  • Wechselkursaufschlag
  • Auslandsüberweisungsgebühren
  • Evtl. Courtage bei Überweisung in Fremdwährung

Überweisungen auf diese Art sind häufig langsam und einige Werktage unterwegs, da viele Zahnräder an diesem Prozess beteiligt sind. Eine bessere Wahl kann da das Verwenden eines Multiwährungskontos sein.

Vor- und Nachteile einer Banküberweisung für internationale Zahlungen

Vorteile

  • Keine zusätzliche Bank benötigt, nur das eigene Konto
  • Überweisungen können am Schalter in der Filiale in Auftrag gegeben werden
  • Benutzeroberfläche für Auslandsüberweisung online nicht immer einfach

Nachteile

  • Meist langsam und dauert 3 bis 5 Bankarbeitstage oder länger
  • Hohe Gebühren durch Wechselkurs, Courtage etc.

Multiwährungskonto

Ein Multiwährungskonto ist ein Konto, bei dem du Geld in mehreren Währungen auf demselben Konto halten, empfangen und damit überweisen kannst. Im Falle des Multiwährungskonto von Wise kannst du beispielsweise Geld in über 50 Währungen halten und versenden.

Außerdem bekommst du Zugriff auf lokale Bankverbindungen in 10 Währungen, wodurch du auch Geld in diesen Währungen direkt ohne Währungswechsel empfangen kannst.

Ein Vorteil bei Multiwährungskonten ist, dass die Anbieter zum Tätigen der Überweisungen häufig auf ein eigenes Netzwerk an Bankkonten zugreifen. Dieses Peer to Peer Netzwerk ermöglicht zum einen günstigere Transaktionen und zum anderen eine schnellere Abwicklung.

Dies funktioniert so, indem das Geld nicht wie bei einer Bank tatsächlich über die Landesgrenzen geschickt, gewechselt und über Umwege beim Empfänger landet. Stattdessen ist der Vorgang, am Beispiel von Wise, wie folgt:

  • Angenommen du möchtest EUR in USD überweisen
  • Dann überweist du EUR auf das EUR Konto von Wise
  • Und Wise zahlt das Geld in USD von seinem USD Konto an den Empfänger aus

Aus diesem Grund sind Überweisungen mit einem Multiwährungskonto häufig günstiger, als wenn du deine Hausbank nutzt. Wise verwendet zudem den Devisenmittelkurs bei Währungswechseln, also den echten Wechselkurs ohne Aufschlag.

Möchtest du eine Auslandsüberweisung mit Wise tätigen, dann eröffnest du einfach innerhalb weniger Minuten das Konto. Anschließend wählst du aus, wie viel Geld du in welcher Währung überweisen möchtest und zahlst das Geld mittels Banküberweisung, Kreditkarte oder einer anderen Zahlungsmethode ein.

Geld sparen mit Wise

Vor- und Nachteile des Wise Multiwährungskontos

Vorteile

  • Schnelle und kostenlose Kontoeröffnung
  • Wechselkurs ohne Aufschlag
  • Internationale Überweisungen bereits ab 0,41 % Gebühren
  • Geld ist in kürzester Zeit beim Empfänger
  • Zahlungen in mehreren Währungen möglich

Nachteile

  • Keine Bargeldeinzahlung
  • Wise betreibt keine Filialen mit Personal

 

Das Internationale Wise-Konto

PayPal für Zahlungen an Lieferanten im Ausland

PayPal ist wahrscheinlich der bekannteste Onlinezahldienst in der westlichen Welt. Hast du und der Empfänger ein PayPal-Konto, kannst du binnen Sekunden Geld auf sein PayPal-Konto schicken und das in fast allen Ländern der Welt.

Das Geld kannst du im Vorhinein auf das PayPal-Konto einzahlen oder aber während der Transaktion via Kreditkarte oder Lastschrift abrechnen. Überweist du das Geld per Freunde und Verwandte in Deutschland, fallen dafür keine Gebühren an. 

Bei einer Bezahlung von Waren sind es grob 0,35 EUR + 2,49 %, wobei der genaue Prozentsatz von einigen Faktoren wie dem Umsatz des Unternehmens abhängt. Die Überweisung per Freunde und Verwandte ohne Gebühren ist international nicht möglich.

Das Besondere bei PayPal ist der Käuferschutz. PayPal fungiert hier wie eine Art Treuhandservice und falls der Käufer mit der erhaltenen Ware nicht zufrieden ist oder sie nicht dem Beworbenen entspricht, kann ein Fall eröffnet werden. Je nach Beweislage wird das Geld dann von PayPal wieder vom Verkäufer zurückgebucht und erstattet.

Vorteil an PayPal ist, dass es weit verbreitet ist und Zahlungen binnen Sekunden möglich sind. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass PayPal einen Aufschlag auf den Wechselkurs berechnet, welcher sich nicht selten auf 4 – 5 % beläuft. Das sind gewaltige Kosten.

Vor- und Nachteile von PayPal

Vorteile

  • Weit verbreitet auf fast der ganzen Welt
  • Geld in Sekundenschnelle beim Empfänger
  • Einzahlung via Kredit- und Debitkarte sowie Banküberweisung/Lastschrift/Guthaben
  • Käuferschutz

Nachteile

  • Hoher Aufschlag auf den Wechselkurs
  • Hohe Gebühren für die Zahlung von Waren und Dienstleistungen

Schecks und Postanweisungen

Eine Möglichkeit, die grundsätzlich besteht, ist die Bezahlung der Unternehmen im Ausland via Schecks oder Postanweisungen. Wir alle sind mit Schecks aus Filmen vertraut, doch in Deutschland ist diese Art der Zahlung eher unüblich und die wenigsten besitzen ein Scheckbuch.

Auch die Postanweisung (engl. Money Order) ist hierzulande nicht verbreitet. Dabei zahlst du Geld in bar bei einer Postfiliale ein und dieses wird dann dem Empfänger ausgezahlt, wenn er die Anweisung vorlegt.

Zwar sind beides eher antiquierte Methoden, doch Bargeldversand ist immer noch möglich, mit Anbietern wie Western Union oder MoneyGram. Diese haben Filialen, in denen das Geld eingezahlt werden kann und im Falle von Western Union kann der Empfänger das Geld nahezu weltweit abholen. Dazu legt er einen Identifikationsnachweis vor und nennt die geheime Transaktionsnummer.

Doch natürlich ist dieser Service auch mit Kosten verbunden. Und neben einem Wechselkursaufschlag, den Western Union berechnet, kommen Gebühren für den Bargeldversand hinzu.

Vor- und Nachteile von Online-Zahlungsanbietern

Vorteile

  • Persönlicher Kontakt zu einer Person in einer Filiale verfügbar
  • Versand von Bargeld möglich
  • Schnelle Auszahlung beim Empfänger

Nachteile

  • Oft hohe Gebühren für die Bargeldüberweisung
  • Zuschläge beim Wechselkurs

Worauf solltest du vor der Bezahlung von selbstständigen Auftragnehmern achten?

Es gibt einige Dinge zu beachten, wenn du mit selbstständigen Auftragnehmern zusammenarbeitest. Dazu zählen:

  • Meldung von Zahlungen und Ausfüllen von Steuerformularen
    Zahlungen ins Ausland ab 12.500 EUR müssen gemäß Außenwirtschaftsverordnung der Bundesbank gemeldet werden. Das geht für Privatleute ganz einfach über eine Hotline, die dafür eingerichtet wurde. Für Unternehmer ist es etwas komplizierter, denn sie müssen die Meldungen in elektronischer Form tätigen, etwa über das Allgemeine Meldeportal Statistik (AMS).
  • Zahlungsfristen und -bedingungen
    Es ist wichtig, im Vorhinein klar darüber zu sprechen, was erwartet wird. Wann wird die Zahlung getätigt, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt nach der Rechnungsstellung muss das Geld spätestens da sein und auf welchem Konto?

    Wann zahlt das Unternehmen üblicherweise die Rechnungen, so wie sie reinkommen oder am Monatsende? Auch sich darüber Gedanken zu machen, was bei einer verspäteten Zahlung passiert, hilft beiden Parteien dabei, unnötige Komplikationen zu vermeiden.
  • Deadlines
    Genauso wichtig wie die Zahlungsbedingungen ist eine klare Kommunikation hinsichtlich Deadlines. Sowohl, wie bereits angesprochen, hinsichtlich dessen wann das Geld überwiesen wird, aber auch bezüglich der getanen Arbeit.

    Schließlich sind die Chancen hoch, dass das Projekt zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muss und der Auftragnehmer bis zu diesem Zeitpunkt seinen Teil abgeschlossen haben muss.

Vorteile von internationalen Auftragnehmern

Die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern, seien es Unternehmen oder Freelancer, aus der ganzen Welt bietet einige Vorteile. Dazu gehören:

  • Mehr Flexibilität, denn du kannst Unternehmen und Menschen aus dem Kulturkreis und Zeitzone wählen, die mit dir am besten kompatibel sind
  • Größere Auswahl, da du mit Menschen weltweit zusammenarbeiten kannst
  • Globale Ausweitung des Unternehmens, indem du mehrere Zeitzonen abdeckst und eventuell auch Kunden in mehreren Ländern bedienen kannst
  • Kosteneffizient, denn in vielen Ländern ist das Lohnniveau niedriger als in Deutschland, die Skills aber dennoch vorhanden

Fazit

Es gibt eine große Bandbreite von Möglichkeiten, mit denen du Unternehmen und Auftragnehmer im Ausland bezahlen kannst. Manche, wie die Banküberweisung, bieten vielleicht auf den ersten Blick mehr Komfort, sind aber mit höheren Kosten verbunden.

Da jeder gesparte Euro Geld ist, was wieder ins Unternehmen fließen kann, steht natürlich die Wahl einer kosteneffizienten Methode an erster Stelle. Hier kann ein Multiwährungskonto von einem Anbieter wie Wise helfen, große Einsparungen zu treffen und gleichzeitig aufgrund des eigenen Netzwerks schnelle Überweisungen zu tätigen.

 

FAQ – Die besten Möglichkeiten, um ausländische Firmen zu bezahlen

Wie bezahle ich jemanden im Ausland?

Für eine Auslandsüberweisung hast du verschiedene Optionen: In der EU funktioniert in der Regel eine SEPA-Überweisung, außerhalb der EU braucht es andere Wege, die meist teurer sind. Einige Beispiele wären eine Auslandsüberweisung mit dem Bankkonto, PayPal oder Bargeldtransfers. Günstiger wäre ein Multiwährungskonto.

Kann ein deutsches Unternehmen einen ausländischen Auftragnehmer bezahlen?

Ja, es ist für ein deutsches Unternehmen kein Problem, Auftragnehmer im Ausland zu bezahlen. Es gibt verschiedene Zahlungsmethoden, die dafür infrage kommen.

Sind ausländische Auftragnehmer steuerbefreit?

Steuerfragen sind in Deutschland eine komplexe Angelegenheit, die am besten von einem Steuerberater beantwortet werden sollten. In der EU gilt in vielen Fällen bei ausländischen Unternehmen die sogenannte Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge), bei der das Unternehmen, welches die Leistung empfangen hat und dafür zahlt, die Steuer zahlen muss.

Kann ich jemanden aus dem Ausland für einen Remote-Job anstellen?

Eine Person aus dem Ausland für einen Remote-Job einzustellen ist per se möglich, doch die genauen Gegebenheiten sollten immer mit einem Steuerberater oder Anwalt für Arbeitsrecht abgeklärt werden.

Von Ileana Ionescu
Aktualisiert am